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Was die Covid-Reiseversicherung alles nicht bezahlt

Wann leistet der Corona-Zusatz-Schutz nicht?

Sind Lockdown und Einführung von 2-G ein Fall für die Corona-Versicherung?


Versichert ist immer das individuelle Risiko

Hunderttausende Ungeimpfte haben bereits eine Reise oder ein Seminar gebucht. Nun, wo allerorten 2-G-Regeln eingeführt werden, machen sich viele Menschen Gedanken, ob das ein versicherter Rücktrittsgrund in ihrer Reiseversicherung ist.

 

Und was ist, wenn doch wieder ein Lockdown angeordnet wird, Reiseverbote in Kraft treten oder Grenzen für deutsche Urlauber dicht machen? Hier erfahren Sie ganz genau, was die Reiseversicherung alles NICHT bezahlt.

Zuallererst einmal muss man folgendes wissen:

Die ERGO Reiseversicherung versichert immer das individuelle Risiko der Reisenden – genau wie alle anderen Reiseversicherungs-Gesellschaften in diesem Land, die ich kenne. Bei uns gibt es im Unterschied zu vielen anderen Reiseversicherern (wenn die überhaupt einen Covid-Tarif anbieten!) sehr gute Leistungen und versicherte Rücktrittsgründe im Covid-Zusatztarif. Es reicht z.B. ein positives Testergebnis, auch wenn man selbst gar nicht erkrankt ist und keine Symptome hat sowie eine individuell angeordnete Quarantäne, auch wenn man selbst nicht positiv ist.

 

Gründe, die zu einer Absage der Reise führen können und die Allgemeinheit der Menschen betreffen, sind bei der ERGO Reiseversicherung ausgeschlossen.

 

Außerdem darf ein Rücktrittsgrund, für den die Reiseversicherung leisten soll, nicht vorhersehbar sein. Und er muss unerwartet eintreten. Wir versichern vieles und haben diverse Rücktrittsgründe. Aber es gibt eben auch Situationen, die nicht versichert sind.

 

Schauen wir uns die Fragen im Einzelnen an, die mich täglich in Bezug auf die derzeitige Corona-Situation erreichen.

 

 

Hand mit Handy und Corona-WarnApp für Urlaubsplanung mit Corona Covid-19 Zusatzversicherung der ERGO Reiseversicherung

Welche Risiken rund um Covid-19 sind nicht versichert?

Bezahlt die ERGO Reiseversicherung bei Lockdown?

Ein Lockdown betrifft mehrere Hunderttausende oder sogar Millionen Reisende gleichzeitig. Dieser Fall ist eindeutig kein Fall für eine Reiseversicherung, denn er hat nichts mit dem einzelnen Reisendem und seinem individuellen Risiko zu tun.

 

Wenn ein Lockdown ein versicherter Rücktrittsgrund wäre, würde das unsere Risikobewertung/Prämienkalkulation komplett sprengen. So eine hohe Risikobewertung, die über das Individuelle hinaus geht, würde sich unweigerlich in sehr, sehr hohen Versicherungsprämien widerspiegeln, die wahrscheinlich keiner bereit wäre zu zahlen.

 

In den beiden vergangenen Jahren wurden beim Lockdown alle Reiseverträge wieder rückabgewickelt und die Reisenden haben vom Reiseveranstalter, Transportunternehmen bzw. Beherbergungsbetrieb ihr Geld zurückerhalten oder konnten kostenfrei auf einen anderen Termin umbuchen. Bitte sprechen Sie im Vorfeld mit Ihrem Reiseanbieter, wie das Prozedere bei einem Lockdown wäre.

Was ist, wenn Menschen Angst vor einer Anteckung haben?

Immer wieder werde ich gefragt, ob Reisende stornieren können und das ein Fall für die Reiserücktritts-Versicherung ist, wenn sie Angst haben jetzt in ein "Risikogebiet" zu fahren. Ich höre oder lese dann "es ist mir zu heikel, da jetzt hinzufahren". Sei es ins Ausland, was ganz neu zum Hochinzidenzgebiet deklariert wurde oder in ein Bundesland, in dem die Fallzahlen in die Höhe schiessen.

 

Ganz klar nein! Es ist ja dem Versicherten noch gar nichts passiert. Es ist nur seine diffuse Angst und Wahrnehmung, dass etwas passieren könnte! Und so etwas ist bei uns niemals versichert! Sie bekommen ja auch kein Geld von Ihrer Gebäudeversicherung, weil das Haus eventuell mal brennen könnte.

 

Eine Versicherung greift immer nur dann, wenn wirklich etwas - unverhofft - passiert ist. Genau für diese Unwägbarkeiten schließt man ja auch die Versicherung ab.

Was ist, wenn die Grenze zu einem Nachbarland dicht gemacht wird?

Auch das haben wir in den vergangenen Jahren schon mehrmals erlebt: ein Land schließt seine Grenzen und lässt keine Urlauber mehr rein. Entweder gar keine oder zumindest keine deutschen.

 

Aber genau wie ein Lockdown, betrifft das wieder nicht den einzelnen Reisenden, sondern eben alle Deutschen und ist somit vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Was ist, wenn der nächste Impftermin in den Urlaub fällt?

Der Urlaub ist fest gebucht und jetzt stellt man fest, dass der zweite oder dritte Impftermin genau in den Urlaubszeitraum fällt. Pech gehabt. Dann muss man sich kümmern und entweder den Impftermin oder den Urlaub verschieben.

 

Die Reiseversicherung zahlt jedenfalls nicht, weil es eine planbare Maßnahme ist und nichts unvorhersehbares! 

Was ist, wenn 2-G am Urlaubsort eingeführt wird?

Allerorten werden 2-G-Regeln eingeführt: Eintritt nur für Geimpfte und Genesene. Gesunde ungeimpfte Personen dürfen nicht in Hotels oder Seminarhäuser, selbst dann nicht, wenn sie jeden Tag einen negativen Coronatest vorlegen würden.

 

So leid, wie es mir für jeden dieser Menschen tut, aber wir bezahlen es nicht, wenn aus diesem Grund die geplante Reise abgesagt werden muss. Die Einführung von 2G oder 2G+ ist nicht überraschenderweise über Nacht über den einzelnen Reisenden oder Seminarteilnehmer herein gebrochen. Es war schon lange vorhersehbar, dass in diesem Winter an vielen Orten nur noch Geimpfte oder Genesene bedient werden, gewisse Dienstleistungen in Anspruch nehmen oder dort Urlaub machen können.

 

Jedem Bürger steht es frei, sich impfen zu lassen oder eben auch nicht. Es ist nur einfach so, dass die Reiseversicherung dann ein mögliches Storno nicht bezahlt. Der Rücktrittsgrund "ich habe dort keinen Zutritt" oder "die lassen mich nicht mehr rein" gehört nicht zu der großen Anzahl von versicherten Rücktrittsgründen. 

 

In vielen Fällen zahlt der Vermieter oder Reiseanbieter kulanterweise das Geld für den Aufenthalt zurück. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig!!

Was ist, wenn die Schulbehörde Klassenfahrten untersagt?

Sie vermuten es sicher schon: auch das ist nicht versichert bei uns. Alle generellen Reisebeschränkungen, die über das Maß des individuellen Risikos hinaus gehen, sind nicht versichert.

 

Dazu gehören eben auch allgemeine Schulschließungen oder das Verbot von Klassenfahrten. Wenn einzelne Schüler oder Schülerinnen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen sind, ist das jedoch sehr wohl ein versicherter Rücktrittsgrund in der Schülerreise-Versicherung mit Corona-Zusatzschutz.

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